Am 16.11.2025 hat der DHB-Bundestag der bundesweiten Einführung von Handball360, als neues einheitliches Verbandsmanagementsystem in allen Handballverbänden zugestimmt. Damit ist der offizielle Startschuss für das Umsetzungs- und Einführungsprojekt Handball360 des DHB gegeben, um damit das Ziel der Spielbetriebsabwicklung zur Saison 2026/2027, nach Schrittweiser Einführung im Januar 2026, ab dem 01.07.2026 auf einer einheitlichen Spielorganisationsplattform zu erreichen.
Handball 360 wird die im HNR heute verwendete Spielorganisationsplattform nuLiga mit dem ESB nuScore ablösen, bei anderen Handballverbänden sind davon u.a. Handball4all und Spielbericht Online (SBO) betroffen.
Nach einem offenen Ausschreibungsverfahren hat der DHB und seine Landesverbände, in einem anonymisierten Bewertungsprozess, das System iSquad des Anbieters toools aus Spanien ausgewählt. Das System erfüllt alle gestellten Hauptanforderungen und bringt folgende Vorteile mit:
- Zentrale Handball-ID: Jeder Handballer erhält eine digitale ID, die alle Spielrechte und Lizenzen enthält
- Ein Login, alle Funktionen: Verwaltung von Pässen, Lizenzen, Lehrgängen und Ergebnissen über ein Portal
- Weniger Bürokratie: Anträge und Verwaltungsprozesse laufen digital und effizienter ab
- Hohe Benutzerfreundlichkeit: Zugriff von jedem Endgerät, ähnlich wie bei Online-Portalen (z.B. Bahn-App)
- Zeit- und Kostenersparnis für Spieler, Vereine und Verbände.
Das System wird, wie nuLiga auch, die folgenden wesentlichen Bereiche abdecken:
- Die Organisation des sportlichen Wettbewerbs
- Spieldatenmanagement und elektronisches Spielprotokoll
- Verwaltung von Vereins-, Mannschafts- und Spielerinformationen
- Pass- und Lizenzwesen
- Verbandsorganisation (z. B. Kommunikation und Dokumentation)
Dadurch werden auf die Verbände und Vereine einige Arbeit und Veränderungen zukommen:
- Datenmigration: Bestehende Pässe, Lizenzen und Hallendaten müssen in das neue System übertragen werden
- Umstellung der Arbeitsabläufe: Passwesen, Lizenzverwaltung und elektronische Spielprotokolle werden vereinheitlicht
- Schulungen und Unterstützung: Der DHB und die Landesverbände bieten Schulungen, FAQs und Begleitkommunikation für eine reibungslose Einführung an
Aber auch für die Spielerinnen und Spieler werden mit der Einführung Veränderungen einher gehen:
Jeder aktive Handballer in Deutschland muss sich einmalig registrieren, um seine persönliche Handball-ID zu erhalten. Ohne diese Registrierung ist keine Teilnahme am offiziellen Spielbetrieb möglich.
Nach diesem einmaligen Mehraufwand genießen die Handballer aber eine große Nutzerfreundlichkeit auf vielen Ebenen.
So kann man auf einer Plattform die Ergebnisse, Ansetzungen und Tabellen aller deutschen Ligen sehen oder seine eigenen Lizenzen und Lehrgänge verwalten.
Dazu werden Spielerwechsel zwischen den Landesverbänden, beispielsweise durch Umzug, deutlich schneller und einfacher.
Darüber hinaus sind sowohl der Handballkreis wie auch die Vereine angehalten ihre Datenbestände in nuLiga prüfen und ggf. aktualisieren, zu prüfen ob vorhandene Spielberechtigungen noch benötigt werden und nicht mehr benötigte Spielberechtigungen abzumelden, und als wichtigsten Punkt zu prüfen, ob alle hinterlegten Funktionen von den jeweiligen Mitgliedern auch noch wirklich ausgeübt werden und diese ggf. zu korrigieren.
weiterführende Informationen auf der Homepage des DHB
